Liebe Leser,
der Sommer hat seinen Zenit überschritten, die Tage werden schon wieder merklich kürzer. Ich hoffe, Sie haben die so genannte schönste Zeit des Jahres genossen oder genießen Sie noch, haben Urlaub gemacht und waren weg oder haben freie Zeit zu Hause genossen. In jedem Fall wünsche ich Ihnen, dass Sie sich erholt haben, Energie getankt und mit Lust und Power in das 2. Halbjahr 2016 gestartet sind.

In diesem Newsletter beleuchte ich –wie gewohnt in aller Kürze- verschiedene Dinge: In der Rubrik „Wussten Sie schon“ finden Sie etwas zu ADHS, dem Überaktivitäts“syndrom“, unter dem heute viele Kinder, aber auch eine Reihe von Erwachsenen leiden. Ritalin hat einen schlechten Ruf, nicht ganz zu Unrecht, zumal es alternative Möglichkeiten der Behandlung gibt.

Außerdem erkläre ich Ihnen, wie Sie mit optimaler Energie in einen Sportwettkampf gehen. Und schließlich lesen Sie etwas darüber, wie Tiere Einsamkeit lindern können und wie z.B. Hunde in der Behandlung von alten und/oder dementen Menschen eine große Rolle spielen.

Ich wünsche Ihnen eine erhellende Lektüre.

Herzlichst,
Ihr
Dr. Burkhard Jahn

Wussten Sie schon

…dass von dem so genannten Überaktivitäts“syndrom“ etwa 10% aller Kinder im Alter von etwa 10 Jahren betroffen sind. ADHS ist mittlerweile kein Phänomen mehr alleine bei Kindern, sondern auch eine Reihe von Erwachsenen leiden darunter. Konzentrationsstörungen und eine gesteigerte Aktivität sind typisch, es gibt aber auch Menschen, bei denen gedrückte Stimmung bis hin zu sogar Inaktivität im Vordergrund steht. Ist die Diagnose gestellt, kommt oft sehr schnell Ritalin auf den Rezeptblock, das seine Wirkung über eine Veränderung der sogenannten Transmitter Dopamin, Serotonin und Noradrenalin entfaltet. Insbesondere nicht geklärt sind eventuelle Spätschäden durch Ritalin.

Der häufige und vorschnelle Einsatz von Ritalin ist schade, denn es gibt erfolgreiche alternative Therapieansätze: Ein Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und ADHS wird heute kaum noch bestritten. Ich selber bin immer wieder fasziniert, wenn mir Eltern von Kindern mit ADHS  berichten, dass ihr Kind nach einer Reduktion des Zuckerkonsums sofort besser geworden ist (auf sofort liegt die Betonung). Ich erlebe auch regelmäßig Eltern, die mir berichten, dass sie deutlich merken, wenn ihr Kind wieder mehr Zucker gegessen hat.
Also, erster Therapieansatz: Zucker soweit wie möglich reduzieren. Achten Sie neben Süßigkeiten auch auf Lebensmittel, bei denen Sie spontan möglicherweise kaum Zucker vermuten, wie Fruchtjoghurts, O-Saft, Apfelsaft.
Auch eine Reduktion von Kuhmilcheiweißen kann sinnvoll sein, ebenso von Gluten (Sie merken: Der Zusammenhang von Zucker und ADHS ist eindeutig; Sie werden in aller Regel überrascht sein, wie dramatisch sich das Krankheitsbild bessert. Der Zusammenhang von Kuhmilcheiweißen sowie von Gluten und ADHS ist nicht ganz so eindeutig, aber ggfs. einen Versuch wert).
Schließlich sollten bei jedem ADHS-Patient die Mikronährstoffe im Blut kontrolliert werden, insbesondere die B-Vitamine, aber auch Zink und Selen.

Mit optimaler Energie in den Sportwettkampf

Nordwest-Zeitung am 25.06.2016.

Stolz sitzt der 48-jährige Mann vor mir. Er ist in den vergangenen zwei Jahren ein anderer Mensch geworden. Müde und kraftlos war er, hatte immer wieder Schmerzen, und auch seine Stimmung war meist schlecht. Dann hat er seinen Arbeitsplatz gewechselt, seine Ernährung nahezu komplett umgestellt und das Joggen für sich entdeckt.

Er hat 15 Kilogramm Gewicht abgenommen und strotzt vor Energie und Lebensfreude. Seit einigen Monaten nimmt er an Volksläufen über 10 Kilometer teil. Nun möchte er gerne besser werden. Seine Trainingsintensität hat er bereits gesteigert. Er läuft jede Woche mindestens dreimal. Dabei hat er für sich ein Programm entwickelt, das abwechslungsreich ist. Darin kommen Ausdauertraining vor, Sprints sowie unterschiedlich lange Strecken.

Eine wesentliche Rolle für optimale Leistung spielt die Ernährung. Sie versorgt Bewegungsapparat und Stoffwechsel mit Energie und kann auch vor Verletzungen schützen. Dabei sind sogenannte Antioxidantien wie Vitamin C oder E wichtig, aber auch sekundäre Pflanzenstoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe sind in Obst und vor allem Gemüse enthalten. Deshalb sollten Sportler Gemüse und Obst mehrmals täglich essen. Der Bedarf an Vitalstoffstoffen ist bei sportlich Aktiven höher. Das liegt einerseits daran, dass über den Schweiß Nährstoffe wie Magnesium, Zink oder Eisen verloren gehen. Andererseits braucht unser Stoffwechsel bei höherer Leistungsanforderung schlicht mehr Vitamine und Mineralstoffe. Die Einnahme von Vitaminpräparaten ist legal und gilt nicht als Doping. Aber Achtung: Manche Vitaminpräparate enthalten Spuren von Anabolika (eine Liste über in diesem Zusammenhang getestete Vitaminpräparate finden Sie unter: www.koelnerliste.com). Eiweiße spielen für die Energie in Ihrem Körper nur eine untergeordnete Rolle, sind aber wichtig für Aufbau und Erhaltung Ihrer Muskulatur. Tierische (beispielsweise Ei, Milchprodukte, Fisch) enthalten dabei mehr Aminosäuren als pflanzliche (Hülsenfrüchte, Soja). Energie bekommt Ihr Körper aus Kohlenhydraten und Fetten, wobei die Kohlenhydratspeicher leichter und schneller zugänglich, aber schneller geleert sind.

Bei einer Ausdauerleistung mit einem Puls unter etwa 70 bis 80 Prozent Ihrer maximalen Leistungsfähigkeit nimmt Ihr Körper seine Energie aus den Fettreserven. Ist Ihre Leistung höher, greift Ihr Körper auf die Kohlenhydratspeicher (Glykogen) zurück.

Achten Sie deshalb in einem Wettkampf darauf, dass Sie die Kohlenhydratspeicher erst am Ende benötigen. Möchten Sie für den Wettbewerb möglichst optimal gefüllte Energiespeicher haben, sollten Sie etwa eine Woche vorher Ihre Kohlenhydratspeicher im Rahmen einer intensiven Trainingseinheit leeren. Dann essen Sie drei bis vier Tage überwiegend Eiweiße und Fette mit wenig Kohlenhydraten und in den letzten Tagen vor allem Kohlenhydrate und wenig Eiweiße und Fette.

Achten Sie zudem darauf, dass Sie, auch während des Wettkampfes, ausreichend trinken. Und: Haben Sie Spaß!

Auf den Hund gekommen

Nordwest-Zeitung am 06.08.2016.

Als ich kürzlich mit meinen beiden Hunden gelaufen bin, ist mir eine ältere Frau begegnet, die selbst mit einem Hund unterwegs war. Natürlich haben sich die drei Tiere interessiert beschnüffelt, so dass die Frau und ich stehen geblieben sind. Wir sind ins Gespräch gekommen, und sie erzählte mir, dass sie Witwe sei und ihren schon acht Jahre alten Hund vor einiger Zeit aus dem Tierheim geholt habe.

Seither ist sie mit ihren 75 Jahren jeden Tag zwei Stunden zu Fuß unterwegs. Aber das Tier fordere sie nicht nur körperlich, sondern gebe ihr auch Nähe und Liebe, was ihre Lebensqualität massiv gefördert habe. Schließlich habe ihr Alltag wieder einen Rhythmus, wie sie mir fast etwas verschämt gesteht. Sei sie sonst manchmal bis in den späten Vormittag hinein im Bett geblieben, müsse sie nun um 7 Uhr aufstehen, weil der Hund an bestimmte Zeiten gewöhnt sei.

Aus vielen wissenschaftlichen Arbeiten ist bekannt, dass Gesellschaft unsere Gesundheit fördert. Das Umgekehrte gilt auch: Wer einsam ist, hat ein höheres Risiko für Krankheiten. Auch und besonders Berührung und Zärtlichkeit haben eine positive Wirkung auf die Gesunderhaltung.

Sie aktivieren das sogenannte Kuschelhormon Oxytocin, über das seit Jahren intensiv geforscht wird. Oxytocin reduziert Ängste, stabilisiert die Stimmung und hilft wahrscheinlich sogar gegen Schmerzen. Wer schon einmal intensiv mit einem Hund oder einer Katze geschmust hat, weiß, wie angenehm das sowohl für Mensch als auch für Tier ist.

Auch in der Therapie von Dementen kommen mittlerweile Tiere zum Einsatz. Dabei haben die Vierbeiner einerseits eine therapeutische Wirkung dadurch, dass sie eine emotionale Beziehung zu den Dementen aufbauen können, andererseits können sie regelrechte Türöffner zu der versunkenen Welt der Kranken sein. Viele Altenheime setzen mittlerweile mit Erfolg Hunde, Katzen, aber auch Kaninchen in der Betreuung von Demenzkranken ein. Auch für Kinder sind Tiere hilfreich und sinnvoll. Kinder lernen, sich auf die Bedürfnisse eines anderen Wesens einzustellen und Verantwortung zu übernehmen. Natürlich muss die Anschaffung eines Tieres gut überlegt und geplant sein. Es handelt sich nicht um einen Teddy, den man sich jederzeit nehmen und dann auch wieder weglegen kann, sondern um ein Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen. Hund, Katze oder andere Tiere geben nicht nur Liebe und Aufmerksamkeit, sie brauchen sie auch ihrerseits. Gerade Hunde, aber auch Katzen reagieren sehr sensibel darauf, wie mit ihnen umgegangen wird. Zwischen Mensch und Tier entsteht eine Art Symbiose, darüber sollte man sich klar sein.

Manchmal führt ein Tier sogar zum Nachdenken über die Ernährung. Ich habe schon oft beobachtet, wie intensiv sich Tierhalter mit Zusammensetzung und sogar Vitamingehalt der Nahrung für ihren Liebling beschäftigen. Und wiederholt habe ich auch erlebt, dass Tierbesitzer über diesen Weg begonnen haben, über die Qualität des eigenen Essens nachzudenken.

Veranstaltungen

Im September bin ich nicht am ersten, sondern am zweiten Mittwoch bei Radio Jade, also am 14.09.. Von 16.05 bis 17.00 Uhr geht es dann um Bluthochdruck. Radio Jade empfangen Sie auf UKW 87.8, oder alternativ im Internet: www.radiojade.de/webplayer/


Am 17.09. veranstalte ich zusammen mit dem Master of Hypnosis Dr. Holger Ahlsdorff ein Tagesseminar in Wardenburg bei Oldenburg. Wenn Sie mögen, ist dieser Tag Ihr Start in ein schlankes und gesundes Leben.
Mehr erfahren Sie auf: www.der-ja-weg.de

 

 

 

Angaben gemäß § 5 TMG:

Dr. med. Burkhard Jahn
Peter-Grave-Straße 2
26419 Schortens / Grafschaft

Telefon: +49 4423 – 6111
Telefax: +49 4423 – 7842

Dr. Burkhard Jahn ist Facharzt für Allgemeinmedizin verliehen durch die ÄK Niedersachsen, Deutschland mit Zusatzqualifikation in Diabetologie und Ernährungsmedizin.

Zuständige Kammer: Landesärztekammer Niedersachsen, Berliner Allee 20, 30175 Hannover

Zuständige kassenärztliche Vereinigung: Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, Berliner Allee 22, 30175 Hannover

Berufsbezeichnung: Arzt (verliehen in der Bundesrepublik Deutschland)

Berufsrechtliche Regelungen: – Berufsordnung der Landesärztekammer von Niedersachsen – Heilberufegesetz des Landes Nidersachsen