Liebe Leser meines Newsletters,
wir sind von Jahreszeit und Wetter her mitten in der „Saure-Gurken-Zeit“. Bei vielen Zeitgenossen schlagen Regen und dunkle Tage aufs Gemüt. Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen, nutzen Sie die schönen Seiten dieser trüben Jahreszeit: Machen Sie es sich zu Hause gemütlich, zünden Sie sich Kerzen an, lesen Sie das Buch, das Sie schon lange lesen wollten und laden Sie sich Freunde ein. Weil aber gilt: Ein gesunder Geist sei in einem gesunden Körper, sollten Sie auch regelmäßig Ihre Sportschuhe schnüren und Wind und Wetter trotzen. Das stärkt übrigens auch Ihr Immunsystem. Halten Sie die Balance zwischen einerseits Entspannung und Gemütlichkeit, andererseits aber auch körperlicher Herausforderung.

In diesem Newsletter finden Sie wieder zwei Artikel: In dem einen geht es darum, wie Sie im Winter Ihre gute Laune behalten, und in dem anderen um die Kraft der Gedanken, denn der Mensch ist letztlich im Ganzen gesund, wenn Körper, Geist und Seele gesund sind.

Unter „Wussten Sie schon“ geht es um ketogene Ernährung. Ich erkläre Ihnen, was sich dahinter verbirgt und warum eine so genannte ketogene Diät sogar vor Alzheimer schützen soll.

Ich wünsche eine bereichernde Lektüre.

Herzliche Grüße,
Ihr
Dr. Burkhard Jahn

Wussten Sie schon?

Seit einigen Jahren sorgen mehrere medizinische Studien für Aufsehen, die darauf hindeuten, dass eine so genannte ketogene Diät Entzündungen blockiert, Nerven schützt und damit möglicherweise Alzheimer vorbeugt. Ketonkörper entstehen immer dann, wenn unser Körper Fett spaltet und abbaut. Sie können die Blut-Hirn-Schranke überwinden und so in unser Oberstübchen, unser Gehirn gelangen.
Im Alltag blockieren wir oft  –unbewusst- die Fettspaltung und damit die Bildung von Ketonkörpern in unserem Stoffwechsel. Nämlich dadurch, dass wir Kohlenhydrate essen und so das Dickmacherhormon Insulin auf den Plan rufen. Insulin sorgt dafür, dass (Körper-)Fett gebildet wird und in den Fettzellen nur die Tür für die Herstellung von Fett geöffnet ist. Die andere, diejenige, durch die der Fettabbau stattfindet, verriegelt Insulin jedoch regelrecht.
Wie können Sie nun dafür sorgen, dass Ihr Stoffwechsel regelmäßig Ketonkörper produziert, die dann ins Gehirn transportiert werden und dort Ihre Nerven schützende Arbeit verrichten? Sie können die Kohlenhydratmenge in Ihrer Ernährung deutlich reduzieren, und vor allem den Konsum von Zucker auf Null oder nahe Null herunterschrauben. Alternativ können Sie intermittierend fasten, das heißt zwischen zwei Mahlzeiten, optimaler Weise Abendessen und Frühstück, lassen Sie mindestens 12 Stunden, in denen Sie nichts essen (und dann natürlich auch keine Kohlenhydrate trinken).

Behalten Sie auch im Winter Ihre gute Laune

Erschienen in der Nordwest-Zeitung, 09. Januar 2016

Für viele Menschen sind wir jetzt mitten in der „Saure-Gurken-Jahreszeit“. Bis Silvester ist es erträglich, aber besonders Januar und Februar wirken für „Jahreszeitsensible“ oft nur noch dunkel und trostlos.

Gehen Sie so oft wie möglich und jeden Tag an die frische Luft, sein Sie aktiv. Schnelles Spazierengehen oder Joggen wirkt bei klarer Winterluft regelrecht belebend, für Körper und Geist. Fordern Sie in jedem Fall auch Ihren Körper, wenn die Tage trist sind.

Wenn das in der Natur nicht geht, dann gehen Sie ins Fitnessstudio oder schließen sich einer der vielen Sportgruppen an, die in Sporthallen trainieren. Der Geist kann nur dann aktiv bleiben, wenn es auch der Körper ist. Rosten Sie deshalb in keinem Fall bis zum Frühjahr ein. Und machen Sie es sich gerade jetzt zu Hause schön und gemütlich.

Nicht nur Körper und Geist bilden eine Einheit, sondern auch Bewusstsein und Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein reagiert auf alles, was uns umgibt. Ist unsere Umgebung unschön, reagiert das Unterbewusstsein negativ. Ist unsere Umgebung angenehm, sodass wir uns wohlfühlen, reagiert auch unser Unterbewusstsein entsprechend. Und weil das Unterbewusstsein alles an unser Bewusstsein weitergibt, beeinflusst es unser Befinden mehr, als uns oft klar ist.

Laden Sie sich Freunde ein oder Menschen, mit denen Sie gern zusammen sind. Nur wie immer im Leben: Sie müssen es tun, müssen aktiv werden und die Initiative ergreifen. Das kann Ihnen niemand abnehmen.

Auf Vitamin D habe ich an dieser Stelle schon wiederholt hingewiesen. Aber weil das Sonnenvitamin gerade im Winter so wichtig ist und viele Deutsche zu dieser Jahreszeit einen dramatischen Mangel haben – es wird über die Sonne auf unserer Haut gebildet –, erwähne ich es auch heute noch einmal: Lassen Sie es, sofern noch nicht geschehen, bei IhremHausarzt messen.

Der Normalwert liegt bei 40 bis 60 Nanogrammpro Milliliter( ng/ml). Ohne eine Ergänzung in Pillenform ist er kaum zu erreichen; oft sind 2000 bis 4000 Einheiten pro Tag notwendig. Besprechen Sie das mit Ihrem Hausarzt.

Sollten Sie unter depressiven Verstimmungen leiden und dagegen ein Medikament nehmen, dann sollten Sie gerade jetzt keinen Auslassversuch machen, sondern erst im Frühjahr – wieder in Absprache mit Ihrem Hausarzt. Essen Sie leicht und mehrmals am Tag Obst und Gemüse. Zum Frühstück zum Beispiel zusätzlich ein Stück Obst und ein Glas Karottensaft, mittags immer eine große Portion Gemüse als Beilage und Obst als Nachtisch und als Bestandteil des Abendessens Gemüse mit Quarkdip. Übrigens gibt es gute Gründe, Obst nur bis mittags zu essen.

Das Leben ist bisweilen „ein schwierig Ding“, aber es ist immer wieder spannend, bietet uns neue Situationen und Herausforderungen. Entscheidend ist unsere Wahrnehmung. Ob wir in Situationen oder Veränderungen Risiken oder Chancen sehen, liegt an uns. Machen Sie sich immer wieder die positiven Dinge bewusst, die Chancen!

Die Kraft der Gedanken

Erschienen in der Nordwest-Zeitung, 30. Januar 2016

Margaret Thatcher hat einmal gesagt: „Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten. Achte auf Deine Taten, denn sie werden Deine Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie bilden Deinen Charakter. Und achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“

Dass Ihr seelischer Zustand direkten Einfluss auf Ihr körperliches Befinden hat, merken Sie zumBeispiel in Situationen, die Ihnen unangenehm sind oder in denen Sie Angst haben und Ihr Herz wie wild klopft oder Ihre Hände schwitzen. Aber auch in Situationen, in denen Sie sich freuen, in denen Sie Spaß haben und sich Ihr Gesicht wie von selber aufhellt. Beobachten Sie Menschen auf der Straße: Oft können Sie an Gang und Körperhaltung erkennen, wie es den Betreffenden geht.

Es ist aber auch bekannt, dass wir unseren seelischen Zustand zu einem Gutteil willentlich beeinflussen können. Wissenschaftliche Arbeiten haben gezeigt, dass unser Körper auch dann positiv stimulierende Hormone ausschüttet, wenn wir in unerfreulichen Situationen bewusst an positive Dinge denken. Auch willentlich herbei geführtes Lachen hat günstige Effekte auf unseren Stoffwechsel und unser Befinden. Viele Zeitgenossen haben sich einen negativen Blick auf die Realität und ihr eigenes Leben angewöhnt. Wer aber zu negativen Haltungen neigt, wird nicht glücklich werden können.

Bedenken Sie: Es gibt keine für alle gültige Wahrheit. Jeder macht sich seine eigene Wahrheit selber. Wenn zwei Menschen in der gleichen Situation sind, kann es sein, dass die Beiden diese Situation völlig unterschiedlich bewerten. Wer von Beiden hat Recht? Verantwortlich für Ihren Gemütszustand sind immer nur Sie selber. Natürlich gibt es Situationen, die Sie nicht ändern können, einen schweren Unfall zum Beispiel, den Sie hatten. Aber Ihre Einstellung dazu haben Sie in Ihrer Hand.

Das klingt anstrengend, denn einfacher ist es natürlich, zu klagen und sich mit anderen Menschen zusammenzutun, die auch klagen. Hilft Ihnen das? Sicher nicht, zumindest nicht, wenn Sie glücklich sein oder werden wollen.

Und ganz sicher können Sie auch viele Situationen ändern, von denen Sie zunächst glauben, das ginge nicht. Bestimmt ist es wiederum einfacher zu klagen, aber es gilt: Sie haben Ihr Leben zu einem großen Teil selber in der Hand. Und die wirklich spannenden und uns begeisternden Dinge in unseremLeben bekommen wir nicht einfach frei Haus geliefert.

Wir müssen Sie uns erarbeiten, aber auch diese Arbeit, diese Anstrengung kann Freude machen. Wieder kommt es auf unsere Haltung an. Stellen Sie sich die Frage: Wie will ich leben, was möchte ich erleben? Machen Sie das möglichst schriftlich. Beschäftigen Sie sich in Ihrem Geist immer wieder mit Ihren Lebenszielen und beantworten Sie sich die Frage, wie Sie dorthin kommen. Und beginnen Sie jeden Tag mit positiven Gedanken, zum Beispiel mit fünf Dingen, für die Sie – ganz bewusst – dankbar sind.

Informationen und Veranstaltungen


-Am Mittwoch, 02.03. bin ich von 16.05 bis 17.00 Uhr Studiogast bei Radio Jade. „Diabetes ist kein Zuckerschlecken“ wird das Thema sein. Radio Jade empfangen Sie auf UKW 87.8 oder im Internet unter: www.radio-jade.de/webplayer/

-Am Mittwoch, 09.03. hören Sie mich von 19.05 bis 20.00 Uhr bei NDR1, Radio Niedersachsen. Zusammen mit Dr. Holger Ahlsdorff geht es in der Sendung um Übergewicht, wobei wir neben der Ernährung auch den Zusammenhang von Körper und Seele behandeln werden.

Angaben gemäß § 5 TMG:

Dr. med. Burkhard Jahn
Peter-Grave-Straße 2
26419 Schortens / Grafschaft

Telefon: +49 4423 – 6111
Telefax: +49 4423 – 7842

Dr. Burkhard Jahn ist Facharzt für Allgemeinmedizin verliehen durch die ÄK Niedersachsen, Deutschland mit Zusatzqualifikation in Diabetologie und Ernährungsmedizin.

Zuständige Kammer: Landesärztekammer Niedersachsen, Berliner Allee 20, 30175 Hannover

Zuständige kassenärztliche Vereinigung: Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, Berliner Allee 22, 30175 Hannover

Berufsbezeichnung: Arzt (verliehen in der Bundesrepublik Deutschland)

Berufsrechtliche Regelungen: – Berufsordnung der Landesärztekammer von Niedersachsen – Heilberufegesetz des Landes Nidersachsen