Liebe Leser,
ich durfte mich vor kurzem eine Woche lang in der wunderschönen Umgebung des Gardasees mit gleichgesinnten Kollegen über allerlei Fragen rund um Ernährung, Krankheitsvorbeugung und gesundes sowie langsames Altern austauschen.
In den vielen Vorträgen und Gesprächen ist mir mal wieder klar geworden, dass wir es zu einem Gutteil selber in der Hand haben, wie gesund oder krank wir sind und wie gut oder schlecht wir aussehen. Schon der griechische Arzt Hippokrates hat gesagt: Lass deine Nahrung deine Medizin sein. Das hat Gültigkeit bis heute, auch wenn in unserer westlichen Medizin die Kraft der Nahrung leicht belächelt wird und überhaupt alles, was natürlichen Ursprungs ist, nur bedingt einen guten Ruf hat, während chemische Substanzen, die Stoffwechselvorgänge in uns Menschen nachhaltig verändern, vielfach als das einzig wahre gelten.
Eine gute Medizin steht auf mehreren Säulen: Dabei ist die Pharmakologie, also der Einsatz von chemischen Substanzen, eine davon, aber tatsächlich eben nur eine unter mehreren; aus meiner Sicht übrigens sogar eher eine schwache.

Deshalb finden Sie in diesem Newsletter drei Artikel rund um die Themen Ernährung, Bewegung, Sport und Geisteshaltung.
Für die Nordwestzeitung in Oldenburg habe ich zwei Gesundheitskolumnen zum Thema Müdigkeit und Stärkung der Abwehrkräfte geschrieben, die Sie beide (unten stehend) nachlesen können. In der Rubrik  „Wussten Sie schon?“ handle ich aller Kürze die für uns Menschen so wichtigen sekundären Pflanzenstoffe ab.

Genießen Sie die warmen Tage, die wir gerade haben, tun Sie etwas für sich und Ihren Körper, sein Sie aktiv, essen Sie gut und gesund und achten Sie auf Ihre innere Haltung!

Herzlichst,
Ihr
Dr. Burkhard Jahn

Wussten Sie schon?

…dass die wesentliche gesundheitsfördernde Wirkungen von Pflanzen für uns Menschen, also im Wesentlichen von Obst und Gemüse, nicht etwa Vitamine sind, sondern die so genannten sekundären Pflanzenstoffe?  Sekundäre Pflanzenstoffe kommen –im Gegensatz zu Vitaminen- ausschließlich in Pflanzen vor. Tierische Nahrungsmittel enthalten also keinerlei sekundäre Pflanzenstoffe –deshalb heißen sie ja auch PFLANZENstoffe-.  Sekundäre Pflanzenstoffe geben den Pflanzen ihre typische Farbe, ihren typischen Geruch und ihren typischen Geschmack. Es wird geschätzt, dass es in der Natur bis zu 100.000 gibt. Nur einen Teil von ihnen kennen wir bis heute.
Ihre positive Wirkung auf uns Menschen ist um ein Vielfaches höher als die von Vitaminen und Mineralstoffen. Und es ist davon auszugehen, dass es nicht nur die Wirkungen der einzelnen Substanzen ist, die gesundheitsfördernd auf uns Menschen wirkt, sondern auch ihr Zusammenspiel. Sie wirken praktisch wie ein großes Orchester.
Ihre Wirkungen auf uns Menschen sind folgende: Krebsvorbeugung, Stärkung unserer Abwehrkräfte, Entzündungshemmung, z.T. Blutdrucksenkung und Bremsung von Alterungsvorgängen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).
Wenn Sie regelmäßig meinen Newsletter lesen wissen Sie, dass ich den Einsatz von Vitaminen und Mineralstoffen in Pillenform oder auch als Infusion (Tropf) in vielen Fällen für sinnvoll halte. Dabei müssen wir uns aber immer darüber im Klaren sein, dass wir die Kraft der Natur nicht imitieren können. Vitastoffe sind immer nur eine Ergänzung!
Essen Sie (deshalb) täglich mehrmals Obst und vor allem Gemüse. Achten Sie darauf, dass Sie dabei unterschiedliche Farben verzehren, denn verschiedene Farben entsprechen unterschiedlichen sekundären Pflanzenstoffen!

Viele leiden unter Müdigkeit

Erschienen in der Nordwest-Zeitung am 23.04.2016

Nahezu täglich habe ich Patienten in meiner Sprechstunde, die sich darüber beklagen, dass sie nicht mehr so leistungsstark sind wie früher. Wenn Sie nun glauben, das ist ein Problem des alternden oder alten Menschen, täuschen Sie sich. Ich erlebe Männer oder Frauen mit Ende 20, in den 30ern, 40ern oder natürlich auch älter, die über Müdigkeit oder Leistungsschwäche klagen.

Ein regelrechtes Kaleidoskop an Ursachen kommt in Betracht, aber meistens sind Blutdruck, Blutzucker, Leber und die anderen Organfunktionen unauffällig. Auch nächtliche Schlafaussetzer (die sogenannte Schlafapnoe) sind eine Rarität. Ebenso ist eine Schilddrüsenfehlfunktion selten.

Gerade bei Frauen, die natürlicherweise regelmäßig Blut verlieren, aber auch bei Männern lohnt es, neben den Routineblutwerten auch Eisen und den Eisenspeicher Ferritin zu bestimmen. Eisen transportiert das „Naturdoping" Sauerstoff. Ist zu wenig Eisen vorhanden, bekommt der Mensch nicht genügend von demnatürlichen Doping. Auch die Blutbestimmung von Magnesium ist bei müden Menschen sinnvoll. Magnesium oder Eisen haben schon so manchen Müden wieder fit gemacht. Bei Magnesium kann es manchmal sinnvoll sein, es sich vomArzt als Tropf geben zu lassen. Gerade am Ende des Winters lohnt die Kontrolle des Vitamin- D-Spiegels. Vitamin D ist in Wahrheit ein Hormon, das unser Körper selber bildet, aber nur mit Hilfe der Sonne. Weil wir in den letzten Monaten wenig Sonne hatten, ist bei vielen der Vitamin-DTank leer. Neben vielen anderen Funktionen sorgt Vitamin D für Power und Energie. Unter einer Reihe von Experten gilt es als sicher, dass die Frühjahrsmüdigkeit in Wahrheit ein Vitamin-DMangelsyndrom ist.

Schließlich ist es in manchen Fällen sinnvoll, die vitaminähnliche Substanz Coenzym Q10 im Blut überprüfen zu lassen. Q10 spielt eine wichtige Rolle in den Kraftwerken unserer Zellen, den Mitochondrien. In diesen Kraftwerken wird die Energie für das Wunderwerk Mensch produziert. Ist zu wenig Q10 vorhanden, wird für die Mitochondrien die Produktion von ausreichend Energie zur Herkulesaufgabe. Auch Coenzym Q10 kann gegebenenfalls in Pillenform eingenommen werden.

Energie, und darumgeht es letztlich, ist eine Frage von Verbrauch und Produktion. Bisher habe ich Ihnen (neben der Suche nach regelrechten Krankheiten) einiges über die Produktion von Energie erzählt. Aber Sie entscheiden täglich darüber, wie hoch Ihr Verbrauch ist.

Haben Sie es sich angewöhnt, immer mehrere Dinge zur selben Zeit zu machen, dann ist das so, als ob Sie mit Ihrem Auto ständig Vollgas fahren und sich darüber wundern, wie schnell der Kraftstofftank leer ist. Wenn Sie zudemnoch ununterbrochen Dinge erledigen, ohne sich Auszeiten zu gönnen, dann ist das so, als ob Sie Ihr Auto gar nicht mehr betanken. Ihr Auto wird früher oder später ohne Sprit liegen bleiben.

Von Ihrem Arzt erwarten Sie eine gründliche Diagnostik. Sorgsam mit sich umgehen müssen Sie selber.

Stärken Sie beim Essen die Abwehrkräfte

Nordwest-Zeitung am 04.06.2016.

Es lingt schon fast abgegriffen: Jeder möchte alt werden, aber niemand möchte alt sein. Zudem ist das nur ein Teil der Wahrheit, denn es kommt darauf an, möglichst bis ins hohe Alter fit zu sein. Schnelles oder langsames Altern, frühes oder spätes Sterben sind zu einem Teil Schicksal, zu einem deutlich größeren Teil aber können wir langsames Altern und (die Chance auf ) spätes Sterben beeinflussen.

Unser Organismus ist jeden Tag zahlreichen Angriffen ausgesetzt: Chemikalien und Schwermetalle in Wohnungen oder Hautpflegemitteln, Umweltgifte in Nahrungsmitteln, Antibiotika im Fleisch, Weichmacher in Plastikflaschen, Zusätze in Medikamenten und Impfungen, aber auch Stress und Ärger sind Dinge, die unser Stoffwechsel, unser Körper abfedern muss. Dafür braucht er eine funktionierende Immunabwehr, eine starke Verteidigung.

Unser Immunsystem ähnelt einem Orchester, an dem viele Spieler beteiligt sind: Unser Darm ist eine Art Dirigent, und viele Zellen spielen „wichtige Instrumente“. Dieses Orchester können wir stärken, wir können, um im Bild zu bleiben, dafür sorgen, dass Dirigent, Musiker und Instrumente miteinander harmonieren.

Dabei spielen Vitalstoffe eine große Rolle: Für die Vitamine D und E sowie den Mineralstoff Selen ist gesichert, dass sie das Immunsystem stärken. Sekundäre Pflanzenstoffe sind wie ein Turbo für unser Abwehrsystem. Auch ihre krebsvorbeugende Wirkung ist bekannt. Das ist vor allem interessant, weil zwischen der sogenannten Initiierung einer Krebskrankheit und dem tatsächlichen Ausbruch der Katastrophe meist zehn oder 20 Jahre liegen. In dieser Zeit kann unser Körper durch eine Stärkung der Immunabwehr in die Lage versetzt werden, die Krebszellen zu vernichten.

Die sekundären Pflanzenstoffe finden Sie in Gemüse und Obst. Sie sind das, was Pflanzen Farbe, Geruch und Geschmack gibt. Essen Sie möglichst oft, in jedem Fall mehrmals am Tag, Gemüse und Obst, dabei mehr Gemüse. Achten Sie auf die Farbe, je kräftiger die ist, umso mehr sekundäre Pflanzenstoffe enthält das Lebensmittel. Ein hoher Fleischkonsum wiederum erhöht das Krebsrisiko. Essen Sie deshalb nicht täglich, sondern nur hin und wieder Fleisch- oder gar Wurstprodukte.

Sport stärkt das Immunsystem. Auch das ist aus mehreren wissenschaftlichen Arbeiten bekannt. Es ist sogar erwiesen, dass Krebspatienten, die nach der Diagnose ihrer Erkrankung mit Sport beginnen, eine bessere Prognose haben und häufiger gesund werden. Mindestens dreimal pro Woche jeweils mindestens 30 Minuten sollten Sie Ihren Körper fordern. Kommen Sie dabei ins Schwitzen! Und auch wenn es den einen oder anderen frustriert: Bewegung bei der Arbeit ist kein Ersatz.

Noch etwas ist wichtig für langsames Altern und Stärkung Ihrer Abwehrkräfte: Selbstliebe! Akzeptieren und lieben Sie sich so, wie Sie sind. Versuchen Sie anderen gegenüber keine Rolle zu spielen, die Ihnen nicht entspricht. Seien Sie authentisch, haben Sie Spaß an sich und Ihrem Leben!

Informationen und Veranstaltungen

-Am ersten Mittwoch im Juli können Sie mich (wieder) bei Radio Jade hören. Von 16.05 bis 17.00 Uhr geht es um: Sommer, Sonne, Gesundeit.
Radio Jade empfangen Sie auf UKW 87.8 oder im Internet: www.radio-jade.de/webplayer/

 - Ich bin seit einiger Zeit bei Facebook präsent. Auf meiner Seite
https://www.facebook.com/Dr-Burkhard-Jahn-1483635145273367
finden Sie regelmäßig und in aller Kürze Infos und Gedanken zu Gesundheitsthemen.

Angaben gemäß § 5 TMG:

Dr. med. Burkhard Jahn
Peter-Grave-Straße 2
26419 Schortens / Grafschaft

Telefon: +49 4423 – 6111
Telefax: +49 4423 – 7842

Dr. Burkhard Jahn ist Facharzt für Allgemeinmedizin verliehen durch die ÄK Niedersachsen, Deutschland mit Zusatzqualifikation in Diabetologie und Ernährungsmedizin.

Zuständige Kammer: Landesärztekammer Niedersachsen, Berliner Allee 20, 30175 Hannover

Zuständige kassenärztliche Vereinigung: Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, Berliner Allee 22, 30175 Hannover

Berufsbezeichnung: Arzt (verliehen in der Bundesrepublik Deutschland)

Berufsrechtliche Regelungen: – Berufsordnung der Landesärztekammer von Niedersachsen – Heilberufegesetz des Landes Nidersachsen