Liebe Leser meines Newsletters,
die Angst geht um in Deutschland: Angst vor Erdogan, Angst vor Trump, Angst vor sozialem Abstieg usw.. Einige Gruppen haben Angst regelrecht zu ihrem Geschäftsmodell gemacht. Dabei ist Angst ein Produkt unseres Gehirns. Für die Nordwestzeitung habe ich dazu eine Kolumne geschrieben, die Sie in diesem Newsletter finden; genau wie einen Artikel über Kopfschmerzen, die durch Kopfschmerzmedikamente verursacht werden. Seien Sie grundsätzlich vorsichtig mit Medikamenten bzw. nehmen Sie nur solche, die Sie unbedingt nehmen müssen. Jedes, wirklich jedes Medikament hat Nebenwirkungen!

In der Rubrik „Wussten Sie schon“ finden Sie etwas zu Kokosöl und dessen positiven Eigenschaften.

Ich wünsche Ihnen eine kurzweilige Lektüre.

Es grüßt Sie herzlich,
Ihr
Dr. Burkhard Jahn

Wussten Sie schon

…dass Kokosöl gegen Alzheimer-Demenz wirkt. Das gilt sowohl für die Vorbeugung, als auch für die Behandlung von Alzheimer. Kokosöl ist ein pflanzliches Fett und es ist das einzige Pflanzenfett, das bei (unserer) Zimmertemperatur fest ist (pflanzliche Fette sind sonst immer flüssig).

Kokosöl liefert dem Gehirn Energie über so genannte Ketonkörper. Das Gehirn nimmt sich seine Energie normalerweise aus dem Zucker, den unser Körper produziert. Bei Menschen mit Alzheimer Demenz funktioniert genau das nicht mehr, der Zucker kann im Gehirn nicht mehr als Energieträger verarbeitet werden. Ketonkörper aber schon. D.h., Kokosöl liefert dem „dementen Gehirn“ wieder Energie.

Dosierung: Z.B. täglich einen Esslöffel.

Kopfschmerzen – durch Schmerzmedikamente verursacht?

Erschienen in der Nordwest-Zeitung, 04. Februar 2017

Fast wütend saß die junge Frau vor mir: Sie habe jeden Tag Kopfschmerzen, sagte sie mir in gut vernehmbarerer Lautstärke, und mir fällt nichts Besseres ein, als ihr zu erklären, dass sie ihre Schmerzmedikamente weglassen sollte. Die Gesprächsatmosphäre wurde entspannter, als ich ihr erklärte, dass sie am Ende weniger oder vielleicht sogar gar keine Kopfschmerzen mehr haben würde, und dass die Tabletten wahrscheinlich Teil des Problems sind.

Schmerzen im Allgemeinen und Kopfschmerzen im Speziellen sind in Deutschland ein Massenphänomen. Es gibt gut wirksame Medikamente dagegen, und der Griff zur Pille ist schnell getan: Rasch ist das Präparat geschluckt, und in aller Regel sind die Beschwerden schon wenige Minuten später weggedrückt. Sollten am nächsten Tag die gleichen Schmerzen wieder auftreten, wird zur gleichen Strategie gegriffen: Wieder wird das Pharmakon eingeworfen, und meist stellt sich erneut die gewünschte Wirkung ein.

So kann es weitergehen: Treten Schmerzen auf, wird eine Tablette genommen, und das Problem ist gelöst, zumindest scheinbar. Schwieriger und aufwendiger ist die Frage nach der Ursache, zumal gerade bei Schmerzen zwei Komponenten zu berücksichtigen sind: die körperliche und die seelische. Viele Menschen lehnen die Frage nach eventuellen seelischen (oder meinetwegen auch psychischen) Ursachen für sich ab, weil das entweder zu kompliziert zu sein scheint oder nicht ins Selbstbild passt. Aber egal, ob es einem gefällt oder nicht, jeder Mensch besteht aus Körper und Seele, und natürlich macht die Seele etwas mit uns! Schmerzen sind nichts anderes als Druck. Die Frage, was drückt in meinem Leben, sollte sich jeder Schmerzpatient zumindest stellen. Ebenso selbstverständlich können Schmerzen im Bewegungsapparat oder im Kopf aber natürlich auch rein „körperlich“ bedingt sein, zum Beispiel durch Fehlhaltung am Arbeitsplatz, im Auto, vor dem Fernseher oder gar beim Sport. Die Suche nach der oder den Schmerzursachen kann regelrecht zur Detektivarbeit werden; einer manchmal langwierigen, aber in allen Fällen lohnenden Arbeit. Die Behandlung komplexer Beschwerden steht in der Medizin immer auf mehreren Beinen: Natürlich kann eines dieser Beine auch ein Schmerzmedikament sein, aber bitte niemals das einzige. Und tatsächlich kann die Dauereinnahme von Schmerzmedikamenten gerade bei Kopfschmerzen selbst Schmerzen verursachen. Man geht davon aus, dass durch die dauerhafte Medikamenteneinnahme die Schmerzschwelle reduziert wird. Wenn Schmerzmedikamente selber (Kopf-)Schmerzen verursachen, hilft nur eins: das Pharmakon weglassen!

Das ist am Anfang hart, weil die Schmerzen natürlich zunächst dennoch auftreten, bei konsequentem Weglassen des Medikaments aber weniger werden und schließlich ganz verschwinden. Meine eingangs geschilderte Patientin braucht heute übrigens nur noch sehr selten eine Tablette gegen Kopfschmerzen; und ihre Lebensqualität ist deutlich gestiegen!  

Angst durch Fröhlichkeit ersetzen

Erschienen in der Nordwest-Zeitung, 25. Februar 2017

Angst ist in Fernsehen, Internet und Zeitungen allgegenwärtig: Angst vor Trump, Angst vor Erdogan, Angst vor Gewalt, Angst vor einer größer werdenden sozialen Schere und so weiter. Angst ist so allgegenwärtig, dass es mittlerweile eine Reihe von Gruppierungen gibt, die die Angst ganz ungeniert zu ihrem Geschäftsmodell gemacht haben. Dabei geht es uns in Deutschland und der westlichen Welt so gut wie selten zuvor, und wir leben in Europa trotz Brexit und Griechenlandkrise im historischen Vergleich in großer Stabilität und in friedlichem Miteinander.

Angst wirkt zerstörerisch, sie bedrückt die Seele. Auch die Körpersprache von Menschen mit Angst ist negativ: Finsterer Blick, heruntergezogene Mundwinkel und hängende Schultern gehören oft dazu. Und weil es immer ein Wechselspiel zwischen Körper und Seele gibt, zwischen Innerem und Äußerem, beeinflussen sich negative Gedanken und Körpersprache gegenseitig. Aber nicht nur das: Dieses Wechselspiel zwischen Gedanken, unserem Innerem und unserem Körper, können auch zu Krankheiten führen, zu seelischen und zu körperlichen.

Wer es sich angewöhnt, regelmäßig Angst zu haben, wird früher oder später schwermütig und möglicherweise letztlich depressiv. Angst gegenüber Dingen, die wir nicht beeinflussen können, wie zum Beispiel vor weltpolitischen Entwicklungen, führt auch noch zu einem Gefühl der Hilflosigkeit. Dass negative seelische Verfassungen zu körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen bis hin zu manifesten Erkrankungen führen können, ist hinlänglich bekannt. Angst ist jedoch eine Schöpfung unseres Denkens. Erst unsere Gedanken geben einer Situation die entsprechende Bedeutung. Niemand kann in die Zukunft gucken, niemand weiß, wie sich unsere Welt entwickelt, wie die Situation in der Türkei oder in den USA wird. Und egal, wie die Entwicklungen sein werden, niemand weiß, ob sie eine Relevanz für sein Leben haben werden.

Wenn aber Angst das Ergebnis unserer Gedanken ist, dann können wir diese Gedanken ersetzen, dann können wir Angst durch Fröhlichkeit ersetzen, willentlich! Yogis gehen davon aus, dass das Positive das Negative überwältigt, positive Gedanken und Fröhlichkeit sind demnach stärker als negative Gedanken und Angst.

Auch wenn es in unserer Zeit und unserer Gesellschaft nicht leicht ist, der Allgegenwart von Angst und Negativität zu widerstehen, es lohnt sich – für Sie. Vielleicht gewöhnen Sie sich an, sich jeden Morgen voller Überzeugung fünf Dinge zu sagen, für die Sie dankbar sind. Vielleicht gewöhnen Sie sich an, mit ihrem Partner jeden Abend (auch) darüber zu sprechen, was gut war an dem abgelaufenen Tag, und vielleicht gewöhnen Sie sich an, beim Mittagsgespräch mit den Kollegen (auch) darüber zu reden, was gut geklappt hat.

Sofern es sich nicht um eine manifeste Angststörung oder gar Depression handelt, die in die Behandlung eines Arztes gehören, ist Angst etwas, was Sie mit Ihrem täglichen Denken und Handeln beeinflussen können!

Angaben gemäß § 5 TMG:

Dr. med. Burkhard Jahn
Peter-Grave-Straße 2
26419 Schortens / Grafschaft

Telefon: +49 4423 – 6111
Telefax: +49 4423 – 7842

Dr. Burkhard Jahn ist Facharzt für Allgemeinmedizin verliehen durch die ÄK Niedersachsen, Deutschland mit Zusatzqualifikation in Diabetologie und Ernährungsmedizin.

Zuständige Kammer: Landesärztekammer Niedersachsen, Berliner Allee 20, 30175 Hannover

Zuständige kassenärztliche Vereinigung: Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, Berliner Allee 22, 30175 Hannover

Berufsbezeichnung: Arzt (verliehen in der Bundesrepublik Deutschland)

Berufsrechtliche Regelungen: – Berufsordnung der Landesärztekammer von Niedersachsen – Heilberufegesetz des Landes Nidersachsen