Liebe Leserinnen und Leser,
die Einschränkungen durch Corona werden Schritt für Schritt zurückgenommen und es kehrt so etwas wie normales Leben zurück.

Aber diese –bisherige- Zeit hat einiges mit uns gemacht. Ich habe viel mit älteren Menschen zu tun. Sowohl mit Senioren, die noch zu Hause leben, als auch mit Senioren, die in Pflegeeinrichtungen wohnen. Die verminderten sozialen Kontakte haben bei einer Reihe von ihnen zu Stimmungstiefs und beschleunigtem geistigem Abbau geführt.
Die gute Nachricht: Abnehmende geistige Aktivität muss keine Einbahnstraße sein. Das hat kürzlich eine Patientin von mir erlebt. Sie war mit ihrer fast 90 Jahre alten Mutter mal wieder in einem Restaurant. Dabei sind ihr und ihrer Mutter zwei Freunde begegnet. Die vier sind in ein anregendes Gespräch gekommen. Meine Patientin berichtete mir: „Meine Mutter hat durch die Monate im Lockdown abgebaut. Sie hatte kaum noch soziale Kontakte. Aber in diesem Gespräch mit den zwei Freunden ist sie regelrecht aufgetaut. Ich hatte das Gefühl, dass der Geist meiner Mutter geölt wurde und das bekommen hat, was ihm so lange gefehlt hat.“

Die Pandemie hat auch das Miteinander verändert. Häufig nicht zum Guten.
Darum geht es in dem Hauptartikel dieses Newsletters. Sie dürfen den Artikel gerne als einen Appell für mehr Verständnis verstehen, das wir füreinander haben sollten.

Weiterhin finden Sie in diesem Newsletter zwei kurze Ausführungen:
1. Eine –von mehreren- Begründungen dafür, warum Sportler mehr Power haben als Nichtsportler.
2. Wir haben Langlebigkeitsenzyme in unserem Stoffwechsel. Ich erzähle Ihnen, wie Sie stimulieren können.

Ich wünsche Ihnen eine bereichernde Lektüre.
Ihr,
Dr. Burkhard Jahn

Mehr Verständnis füreinander
Als vor etwa 14 Monaten der erste Lockdown begann, hatte ich das Gefühl, dass diese schwierige Zeit für uns als Gesellschafft eine Chance sein kann, eine Chance für weniger Egoismus. Es gab Initiativen, bei denen junge Menschen für ältere eingekauft haben, weil besonders die älteren Menschen Ansammlungen und damit auch Supermärkte meiden sollten. Ich habe es in dieser Zeit wiederholt erlebt, dass mir beim Joggen wildfremde Menschen freundlich zugenickt haben, und die Patienten, die zu der Zeit in unsere Praxis gekommen sind, waren –zumindest überwiegend- voller Empathie. Vielleicht war ich naiv, in jedem Fall bin ich heute ernüchtert: Ich empfinde unser Land und die Menschen als erschöpft. Das ist verständlich: Monatelang kaum soziale Kontakt, geschlossene Schulen, geschlossene Restaurants, verwaiste Innenstädte. Dazu beängstigende Nachrichten: Zunehmende häusliche Gewalt, bei der sowohl Kinder, als auch Frauen und Männer Opfer sind, vermehrtes und verstärktes Auftreten von Depressionen usw.. Das tägliche Miteinander wird zunehmend gereizt. In unserer Praxis erlebe ich das jeden Tag. Was meine Mitarbeiterinnen sich am Telefon an Beschimpfungen anhören müssen, lässt sich durch nichts rechtfertigen. Aber nicht nur am Telefon lassen immer mehr Menschen jeden Anstand fallen, auch im direkten Gespräch an der Anmeldung wird die Grenze zur offenen verbalen Aggression immer häufiger überschritten. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich möchte an dieser Stelle nicht larmoyant sein, und ich habe großes Verständnis für die Unzufriedenheit, die die Pandemie bei vielen Menschen verursacht hat. Auch ich bin zunehmend genervt und möchte mein altes Leben zurück. Und wie viele andere bin ich auch der Meinung, dass die Politik eine Reihe von Fehlern gemacht hat, den Wert der Freiheit in ihrem Handeln nicht genügend berücksichtigt und in einigem fast übergriffig war. Ich bin mir aber auch sicher, dass die politisch Handelnden nach bestem Wissen und Gewissen agieren. Auch sie sind nur Menschen, haben Emotionen und Gefühle – und machen einige Dinge richtig und andere falsch. Die Stimmung in unserem Land hängt nur zu einem Teil davon ab, was Politiker tun, in welcher Tonalität Journalisten berichten, und was Wissenschaftler, Intellektuelle und andere führende Köpfe in der Öffentlichkeit sagen. Die Stimmung hängt zum größeren Teil davon ab, wie wir Bürger miteinander umgehen. Lassen Sie sich nicht frustrieren, wenn sie selbst Zeuge von Grobheit  werden. Gehen Sie in Ihrer Familie, in Ihrem Freundeskreis, aber auch im Alltag, beim Einkaufen, im Bus oder wo auch immer mit gutem Beispiel voran, sein Sie respektvoll zu jedem anderen Menschen, auch zu denen, die Ihnen nicht spontan sympathisch sind; bemühen Sie sich auch an Tagen, an denen es Ihnen selbst nicht so gut, um einen adäquaten Umgang gegenüber jedem Menschen, der Ihnen begegnet. Jeder beeinflusst in seinem Umfeld die Gesellschafft. So oder so!

(Diesen Artikel habe ich als Kolumne für die Nordwest-Zeitung geschrieben; er ist dort am 12.06.21 veröffentlicht worden)

Sportler haben mehr Power!

Die Kraftwerke unserer Zellen heißen Mitochondrien. Dort wird die Energie für unser System hergestellt. Durch Training wird die Anzahl der Mitochondrien erhöht und sie vergrößern sich.
Wer regelmäßig trainiert, hat also mehr und größere Orte, an denen Energie hergestellt wird!

Die Vermehrung der Mitochondrien lässt sich sowohl durch Krafttraining als auch auch durch Ausdauertraining erreichen!
Entscheindend ist, dass Sie etwas tun - und, Spaß sollten Sie an Ihrem Sport haben. Probieren Sie ggfs. verschiedene Sportarten aus.

 

 

Aktivieren Sie Ihre Langlebigkeitsenzyme!

Unser Stoffwechsel verfügt über so genannte Langlebigkeitsenzyme; so genannte Sirtuine. Die reparieren (u.a.) Schäden an unseren Zellen, machen uns also, wenn Sie wollen, jünger.

Vereinfacht gesagt: Je aktiver die Sirtuine in unserem Stoffwechsel sind, umso langsamer altern unsere Blutgefäße, unsere Zellen und unser ganzer Körper.

Wodurch also werden Sirtuine aktiv? Eine für viele Menschen wenig begeisternde Antwort lautet: Durch Kalorienrestriktion, also wenig essen. 
Eine deutlich angenehmere Antwort: Sekundäre Pflanzenstoffe aktivieren Sirtuine ebenfalls. Eine besondere Rolle scheinen zu spielen: Resveratrol aus den Schalen von Trauben, Sulfoaraphan (Brokkoli), Anthcyane (Beeren), Kurkuma.

Also: Essen Sie nicht nur die Kraft der Pflanzen, sondern auch den Jungbrunnen der Pflanzen; mehrmals am Tag!

Angaben gemäß § 5 TMG:

Dr. med. Burkhard Jahn
Peter-Grave-Straße 2
26419 Schortens / Grafschaft

Telefon: +49 4423 – 6111
Telefax: +49 4423 – 7842

Dr. Burkhard Jahn ist Facharzt für Allgemeinmedizin verliehen durch die ÄK Niedersachsen, Deutschland mit Zusatzqualifikation in Diabetologie und Ernährungsmedizin.

Zuständige Kammer: Landesärztekammer Niedersachsen, Berliner Allee 20, 30175 Hannover

Zuständige kassenärztliche Vereinigung: Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, Berliner Allee 22, 30175 Hannover

Berufsbezeichnung: Arzt (verliehen in der Bundesrepublik Deutschland)

Berufsrechtliche Regelungen: – Berufsordnung der Landesärztekammer von Niedersachsen – Heilberufegesetz des Landes Nidersachsen