Herzlich willkommen.

Ich freue mich, dass Sie mich auf meiner Webseite besuchen! Ich bin seit 20 Jahren Arzt und seit etwa 15 Jahren Facharzt für Allgemeinmedizin und Ernährungsmediziner.  Daneben habe ich die Qualifikation Diabetologie und die Zusatzbezeichnung Hypertensiologie.

Neben meiner Tätigkeit als Hausarzt beschäftige ich  mich besonders mit den Themen Ernährung, Übergewicht, Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, gesundes Altern (Anti-Aging) sowie der Vorbeugung und Behandlung von Stress.

Aktuelle Kolumne

Die Frage nach dem Warum

Erschienen in der Nordwest-Zeitung, 12. Mai 2018

E in Mensch bekommt Rü- ckenschmerzen oder Bluthochdruck. Oder erleidet gar einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Patient und Arzt ist in solchen Situationen klar, dass gehandelt werden muss.
Mal schnell wie bei einem Herzinfarkt, mal langsamer wie bei Rückenschmerzen oder Bluthochdruck. Die Frage nach dem Warum wird selten gestellt.

Warum hat Herr Müller schon mit 61 Jahren einen Schlaganfall bekommen oder Frau Meier mit 40 Bluthochdruck? Klar, Rauchen, Übergewicht, Stress, regelmäßig Alkohol, kein oder wenig Sport, viel Zucker und wenig Ballaststoffe in der Ernährung liegen als Ursachen auf der Hand.
Aber wissen das in unserem kultivierten Land alle Menschen? Das ist eine Frage der Bildung. Wer von Kindheit an vorgelebt bekommt, dass Alkohol ein selbstverständlicher Begleiter im Alltag ist, dass Fernsehen schon morgens gut unterhält, und dass es abends viel bequemer ist, am Computer oder wieder vor dem Fernseher zu sitzen als sich die Sportschuhe zu schnüren, wird sich nur selten ein anderes Verhalten anerziehen.

Bildung ist die Antwort. Es ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft, dass mehr Geld für Kindergärten oder Schulen ausgegeben wird. Dass Kinder aus sozial schwachen Familien intensiv gefördert werden.
Leider bekommen andere soziale Projekte häufig mehr öffentliche Beachtung. Aber die heutigen Kinder und Jugendlichen sind unsere Zukunft. Verstehen Sie mich nicht falsch: Das ist keine Politikerschelte. Wir alle sind gefordert.
Es gibt aber auch genügend Zeitgenossen, die um die Risiken von schlechtem Essen, Rauchen und wenig Sport wissen. Und dennoch anders handeln. In einer Zeit, in der hohes Tempo ein wichtiges Gut ist, vergessen viele Menschen ihre eigenen Bedürfnisse. Die Bedürfnisse ihres Körpers, ihres Geistes und ihrer Seele.
Alle drei funktionieren schon irgendwie, glauben viele Zeit- und Stressgeplagte. Das geht meist auch lange gut. Und die ersten Signale wie Schmerzen oder Bluthochdruck kann man mühelos mit irgendwelchen Medikamenten wegdrücken.

Zur Ruhe kommen, in sich gehen, inneren Frieden suchen und finden, sind Dinge, mit denen man im Gespräch mit anderen meist nur wenig Punkte machen kann. Wer aber geübt hat, in sein Inneres zu hören, nicht nur seinen Körper, sondern sich selbst ganz zu spüren, sich Zeit für Nichtstun oder gar Meditation zu nehmen, weiß, wie viel Kraft er aus einer so gestärkter Seele und einem so gestärkten Geist ziehen kann.

Dass der Mensch nicht nur aus Körper, sondern auch aus Geist und Seele besteht, ist eine Binsenweisheit. Machen Sie sich das aber dennoch immer wieder bewusst. Und weil Sie aus Körper, Geist und Seele bestehen, müssen Sie auch alle drei pflegen. Das kann auch durchaus heißen: fordern. Aber immer wieder zur Ruhe kommen.
So entsteht innere und äußere Ausgeglichenheit. Die Basis für Gesundheit und ein langes Leben.

Vorherige Kolumne

Eine Chance auf Erneuerung

Erschienen in der Nordwest-Zeitung, 31. März 2018

Ostern ist im Christentum das wichtigste Fest. Das Fest der Auferstehung von Jesus. Im übertragenen Sinne steht Ostern somit für Veränderung und Erneuerung. Damit für die spannendsten Dinge, die das Leben für uns bereithält. Viele Menschen haben Angst vor Veränderung und halten an dem fest, was sie kennen.

Das gibt Sicherheit. Auch wenn das immer Gleiche oft langweilig ist und Ursache für Unzufriedenheit. Verstehen Sie mich nicht falsch: Viele Dinge, die wir gut kennen, geben uns Halt und unserem Alltag den Rahmen. Eine stabile und seit Jahren oder Jahrzehnten gut funktionierende Partnerschaft, ist Gold wert. Auch ein Arbeitsplatz, an dem Sie sich seit Jahren wohl fühlen, gibt Sicherheit und kann ein Anker sein. Das gilt für eine Freundschaft, die vielleicht schon seit Ihrer Kindheit oder Schulzeit besteht. Was ich meine, sind die vielen kleinen oder großen Dinge, die das Leben beschweren. Bevor Sie sich klar darüber werden, was für Sie Ballast ist, müssen Sie sich zunächst ehrlich Rechenschaft ablegen. Rechenschaft über Ihr Leben. Machen Sie das möglichst schriftlich.

Leben Sie so, wie Sie leben möchten? Denken und Handeln Sie so, wie Sie denken und handeln möchten? Wenn Sie eine dieser Fragen mit „nein“ beantworten, dann ist die nächste Frage, wie möchten Sie leben? Wie möchten Sie denken und handeln? Sein Sie ehrlich zu sich selbst. Und suchen Sie keine Ausrede wie zu wenig Geld, zu wenig Zeit, die falsche Erziehung, die falschen Gene oder der falsche Moment. Die Frage ist, wie können Sie glücklich werden? Geld spielt für Glück eine untergeordnete Rolle. Materielle Dinge machen nicht glücklich.

Wenn Sie glauben, zu wenig Zeit zu haben, dann müssen Sie fundamentale Dinge verändern. Scheinbare Verpflichtungen oder Hobbys abgeben. Oder die Arbeit verändern. Und jetzt sagen Sie nicht: Das geht nicht. Sie müssen nur wollen und den Weg finden. Auch wenn es unbequem ist. Ihr Denken und Handeln haben Sie jederzeit selber in der Hand. Unabhängig von Ihrer Erziehung und Ihren Genen. Dass Gene veränderbar sind, ist in der Medizin seit einigen Jahren bekannt. Das Argument zählt also nicht. Und der richtige Moment ist immer jetzt, auch und gerade für Veränderungen. Wenn Sie sich darüber klar sind, wie Sie leben, denken und handeln möchten, dann zögern Sie nicht. Wenn Sie sportlich sein möchten, das Gefühl haben, einen neuen Look zu brauchen, positiv denken wollen, keine Unwahrheiten sagen möchten und aufrichtig sein, dann starten Sie. Es ist Ihr Leben. Lassen Sie sich von Rückschl.gen nicht entmutigen. Sie gehören dazu. Wenn Sie wissen, wer und wie Sie sein wollen, dann haben Sie einen klaren Focus. Lebenswege verlaufen nie gerade. Entscheidend ist, dass die Richtung stimmt. Dass es die Richtung ist, in der Sie Ihr Leben verlaufen lassen möchten und dass Sie in Kurven nicht von Ihrem Weg abkommen.

 

Wofür ich stehe

  • Für eine ganzheitliche Medizin, die in Diagnostik und Therapie Körper und Seele berücksichtigt.
  • Für Ernährung als Teil der Therapie. Hippokrates hat gesagt: "Lass die Nahrung Teil der Medizin sein."
  • Für so wenig Medikamente wie möglich: Ohne Pharmaka geht es nicht; sie haben ihre Berechtigung in der Therapie. Aber, wir haben uns in der westlichen Medizin einen viel zu unkritischen Umgang mit Medikamenten angewöhnt. Jedes Medikament hat Nebenwirkungen, oft drastische. Und wahrscheinlich sind viele Krankheiten und Beschwerden auch durch Medikamente zumindest mit verursacht.
  • Für den Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffe, Spurenelemente und auch Aminosäuren. Aber vor jede Empfehlung von Vitalstoffen gehört die Diagnostik, d.h. die Bestimmung von Vitalstoffwerten im Blut.
  • Für Sport und Bewegung als Teil eines gesunden Körpers, eines gesunden Leben.
  • Für Freiheit: Neben der Medizin beschäftigt und fasziniert mich seit dreißig Jahren die Idee der Freiheit. Jeder Mensch hat das Recht, sein Leben nach seinem Wunsch zu gestalten. Ohne Bevormundung durch andere Menschen oder den Staat. Auch das Arzt-Patienten-Verhältnis interpretiere ich freiheitlich: Ich bin nur der Ratgeber. Ob ein Patient meinem Rat folgt, bleibt ihm überlassen. Für die Idee der Freiheit engagieren ich mich auch gesellschaftlich.

Ich bin Mitglied in:

  • Deutscher Hausärzteverband
  • Deutsche Adipositas-Gesellschaft
  • Deutsche Hochdruckliga
  • Deutsche Gesellschaft für Anti-Aging und Präventionsmedizin
  • Arbeitsgemeinschaft Diabetologie Wilhelmshaven-Friesland (ADWF)

Vita

Geboren in Hannover
1967
Studium
Marburg, Kiel und Sheffield
1988
Approbation als Arzt
1995
Medizinische Weiterbildung
Innerer Medizin, Chirurgie und Allgemeinmedizin
1995
Niederlassung als Hausarzt
2002
Zusatzqualifikationen
Diabetologie, Ernährungsmedizin, Hypertensiologie, Orthomolekulare Medizin (Medizin der Vitamine und Mineralstoffe) sowie Stress und Burn-Out
ab 2002
Erster Fernsehauftritt
Sendung NDR-Visite
2009
Veröffentlichung meines ersten Buches
Das dicke Ende
2015

Mein Buch

Wer glaubt, Übergewicht hätte nur mit Ernährung und Disziplin zu tun, irrt. Der Mensch besteht aus Körper und Seele und der gute Arzt behandelt immer beides!

In meinem Buch bespreche ich alle wichtigen Facetten des Übergewichts,ich gehe auf den Zusammenhang von Körper und Seele ein, erörtere die tägliche, für die Betroffenen oft quälende Ausgrenzung in Freizeit und Beruf und beschreibe schließlich den Weg zu einem dauerhaft schlanken Körper.

Selbstverständlich wird dabei auch die Ernährung behandelt, wobei ich für low-carb (wenig Kohlenhydrate) stehe. In der Ernärung gilt:

Wer abnehen will, muss essen, wer hungert, nimmt zu!

The art of aging

Ein langes Leben in körperlicher und geistiger Gesundheit. Das ist ein Wunsch, den viele Zeitgenossen haben. Und, viele Menschen erreichen das heute. Das eigentliche Ziel aller medizinischen Tätigkeit liegt ebenfalls darin: Den Patienten zu ermöglichen, alt zu werden und das in einem guten Zustand. Die Therapie von Bluthochdruck, Diabetes, Herzschwäche, Stimmungsschwankungen oder gar Depression  sind immer nur vordergründig der Gegenstand der Behandlung. In Wahrheit steht die Frage nach einem möglichst langen Leben in Freude und (geistiger wie körperlicher) Fitness im Zentrum.

Dafür hat sich der Begriff Anti-Aging-Medizin etabliert. In Deutschland gibt es sogar eine Fachgesellschaft, die sich diesem Thema wissenschaftlich und in der Vermittlung praktischen Wissens verschrieben hat: Deutsche Gesellschaft für Anti-Aging-Medizin (GSAAM – German Society of anti-aging-medicine).

Das Thema gesundes Altern umfasst genau genommen aber viel mehr als nur die Behandlung von Krankheiten. Zunächst sollte man sich darüber klar sein, dass es immer um die Behandlung des ganzen Menschen geht. Ich verwende deshalb gerne den Begriff ganzheitliche Medizin: Der Mensch ist nur dann gesund und kann nur dann gesund alt werden, wenn Körper und Seele gesund sind. Aber auch unser Körper hat mehrere Facetten: Haut, Organe, Knochen, Darm und so weiter. Der Begriff ganzheitlich ist also auch berechtigt, wenn man die Seele ausblendet und sich nur auf den Körper einlässt. Es ist niemals nur das Herz krank, die Leber oder der Darm.

Wer also gesund alt werden möchte, muss sich ganz in den Focus nehmen. Seinen gesamten Körper. Und die Seele natürlich auch.

Die Basis gesunden Alterns sind:

  • Eine gute und natürliche Ernährung.
  • Sport, möglichst mehrmals pro Woche.
  • Eine ausgewogene seelische Verfassung.

An genau diesen drei Punkten lauern in unserer modernen Gesellschaft jedoch die Fallstricke, die vielen auf dem Weg zu einem langen Leben in Gesundheit und Fitness einen Strich durch die Rechnung machen. Das sind:

  • Ein Massenangebot an schnell zubereitetem und überall verfügbaren Essen mit vielen billigen und krankheitsfördernden Bestandteilen.
  • Bewegungsarmut.
  • Stress.

In meiner täglichen Arbeit erlebe ich, dass sich viele Menschen etwas vor machen. Sie glauben, sich im Alltag genügend zu bewegen und sich gut und ausgewogen zu ernähren. Wer gesund alt werden möchte, sollte als erstes ehrlich zu sich selber sein. Ein kritisch nachfragender Arzt kann dabei helfen.

Neben der reinen Schulmedizin, die nur Krankheiten behandelt, gibt es heute eine Reihe von Möglichkeiten, wie Medizin Sie möglichst optimal auf Ihrem Weg zu einem langen Leben in körperlicher und geistiger Gesundheit begleiten kann. Dazu zählen:

  • Vitamin- und Mineralstoffdiagnostik (ist Ihr Organismus wirklich optimal mit allen wesentlichen Vitalstoffen versorgt?)
  • Darmdiagnostik (in unserem Darm leben mehrere Billionen Bakterien. Eher gesundheitsfördernde und eher krankheitsfördernde. Zudem sitzt etwa 80% unseres Immunsystems in unserem Darm. Und schließlich hat unser Darm eine Art Siebfunktion und reguliert, was aus unserer Nahrung in unseren Körper gelangt und was in die Toilettenschüssel. Über unseren Stuhl lässt sich unsere Darmfunktion ziemlich gut analysieren und dann –ggfs.- mit u.a. lebenden Darmbakterien gezielt behandeln.)
  • Hormonanalyse (natürlich hängt die Geschwindigkeit, in der wir altern, ganz wesentlich von unseren Hormonen ab. Dabei spielt ein ganzes Orchester von Hormonen eine Rolle. Durchaus nicht nur die Geschlechtshormone, sondern auch Stresshormone, Schlafhormon usw.. Eine gezielte Hormondiagnostik und danach die Behandlung mit Hormonvorstufen wie bestimmte Aminosäuren, oder in einigen Fällen auch mit so genannten bioidentischen Hormonen kann durchaus Sinn haben).

Ernährung und Übergewicht

Seit etwa 15 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Übergewicht und Ernährung. Dazu gekommen bin ich durch meine Frau, für die Diäten und das Achten auf Gewicht seit ihrer Kindheit eine wesentliche Rolle spielen.

„Lass die Nahrung Teil der Medizin sein“ (Hippokrates); worauf kommt es dabei an:

  • Kohlenhydrate sind die Dickmacher, Zucker ist dabei der Dickmacher schlechthin.
  • Wer abnehmen will, muss essen. Dabei bauen Eiweiße unsere Muskeln auf und unsere Muskeln verbrennen wiederum Körperfett. Einfach ungesättigte und Omega-3-Fette sind gesund, sorgen für Elastizität unserer Blutgefäße und halten uns geistig fit. Auch gesättigte Fette, die beispielsweise in Butter, Käse und Fleisch enthalten sind, sind wesentlich besser als ihr Ruf.
  • Nur gehärtete Fette, wie sie zum Beispiel in billigem Gebäck, billiger Schokolade oder Margarine vorkommen, sind zu meiden.
  • Vitamin kommt vita. Das heißt Leben. Vitamine sind unser Lebenselixier. Obst und Gemüse enthalten reichlich davon. Aber man kann es drehen und wenden wie man will: Vielen Deutschen,genau genommen den meisten, fehlen Vitamine (und Mineralstoffe). Man kann Vitamine (und Mineralstoffe) im Blut messen. Genau das gehört zu jeder seriösen Diagnostik dazu.
  • Die Ergänzung mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ist oft sinnvoll und es ist immer wiederverblüffend, wie vorher müde und stimmungslabile Menschen auf einmal unter der Vitamintherapie regelrecht aufblühen.

Die Ernährung spielt in der Behandlung von dicken Menschen eine wichtige Rolle, aber keineswegs die einzige. Immer wieder erlebe ich, dass Übergewichtige sehr schnell verstehen, welche Nahrung sie dick macht, sie haben auch Disziplin, aber dennoch keinen Erfolg. Dann liegt der Grund in der Seele. Das mag für den einen oder anderen unbequem sein, ist aber schlicht wahr.

Und genau deshalb braucht die Behandlung von Übergewicht in vielen Fällen einen ganzheitlichen Ansatz, der neben der Ernährung auch heraus bekommt, wo die Ursache (oder die Ursachen) in der Seele, der Psyche, liegt bzw. liegen. Helfen können eine Gesprächstherapie oder die Hypnose. Es muss natürlich dann auch beides behandelt werden, der Körper (über Ernährung und Sport) und die Seele (wieder Gesprächstherapie, Mentaltraining, Hypnose).

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