Herzlich willkommen.

Ich freue mich, dass Sie mich auf meiner Webseite besuchen! Ich bin seit 25 Jahren Arzt und seit etwa 20 Jahren Facharzt für Allgemeinmedizin sowie Ernährungsmediziner.  Daneben habe ich die Qualifikation Diabetologie und die Zusatzbezeichnung Hypertensiologie.

Neben meiner Tätigkeit als Hausarzt beschäftige ich  mich besonders mit den Themen Ernährung, Übergewicht, Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, gesundes Altern (Anti-Aging) sowie der Vorbeugung und Behandlung von Stress.

Geduld ist nun mehr denn je gefragt

Interview zu Corona und den Auswirkungen auf die Arzt-Praxen, das Melanie Jülisch von der Nordwest-Zeitung mit mir geführt hat, und das am 04.12.2021 in der NWZ erschienen ist.

 

Die vierte Corona-Welle hat uns leider inzwischen voll im Griff. Da ist es doch sicher gut, dass insbesondere bei Booster- Impfungen die Nachfrage sehr groß ist, oder?

Da kann ich uneingeschränkt mit Ja antworten. Ich kann es zwar nur aus der subjektiven Sicht aus meiner Praxis sagen, aber ich denke, das ist an vielen Orten in der Region so. Schließlich ist es nicht nur von der Politik so gewünscht, sondern wir alle wollen ja letztendlich diese ätzende Corona- Lage besiegen.

Wie empfinden Sie ansonsten die Impfbereitschaft in der Region?

Die Impfbereitschaft ist vorhanden, es gibt aber teilweise auch eine Verunsicherung und daher umso mehr Gesprächsbedarf, wobei eine gute Beratung natürlich auch unsere Aufgabe ist. Bei einigen Patienten ist sowohl die Angst vor einer möglichen Erkrankung als auch vor dem Impfstoff da. In meiner Praxis wird mittlerweile nur noch mit Biontech geimpft, welches ein hohes Maß an Vertrauen genießt.

Für Sie und Ihr Team und natürlich auch für alle anderen Arztpraxen ist dieser erneute Andrang ja nicht nur mit dem Impfen an sich getan..?

Das stimmt. Die Grippe-Impfung und damit auch das derzeitige Impf-Doppel neigt sich zum Glück ihrem Ende zu. Und neben dem normalen Praxis-Alltag kommen derzeit auch sehr viele Fragen bezüglich der Corona-Impfung, beispielsweise zum Boostern, der Wirksamkeit oder den Nebenwirkungen per Mail oder Telefon.

Insofern ist es insbesondere für meine Mitarbeiterinnen ein ziemlicher Mehraufwand, der zeitweise sehr belastend ist.

Immer wieder hört man davon, dass Patienten im Umgang mit Ärzten und deren Mitarbeitern aggressiv werden. Haben auch Sie bereits solche Erfahrungen gemacht?

Wir bemerken, dass einige Menschen ungeduldig werden und ihren Ärger dann auch manchmal an meinen Mitarbeiterinnen auslassen. Mit Beginn der Booster-Impfungen kamen auf einmal wieder sehr viele Patienten in meine Praxis. Das war wie eine Welle. Natürlich ist es uns ein wichtiges Anliegen, so viele Menschen wie möglich zu impfen, manchmal sind es bis zu 60 Menschen pro Tag. Und manchmal sind da leider auch Menschen dabei, die richtig aggressiv werden und ihr gutes Benehmen vergessen haben. Es kann auch vorkommen, dass einer in der Schlange anfängt zu meckern oder zu pöbeln, und dann folgt der Zweite, dann der Dritte... Das führt nicht nur bei den Wartenden zu Stress sondern auch bei meinen Mitarbeiterinnen. Was aber auch immer wieder zu beobachten und für uns alle sehr schön ist: Einige solidarisieren sich dann auch mit dem Praxisteam.

Hat sich dieses Verhalten im Gegensatz zu den anderen Corona-Hochzeiten geändert?

Das Verhalten ist schon recht ähnlich. Die Leute sind genervt und manche Patienten erlauben sich, ihrer schlechten Laune freien Lauf zu lassen. Was sie nicht registrieren: Dass dies wieder zu ihnen zurückkommen wird. Natürlich gehen hier auch Unsicherheit und Aggression Hand in Hand. Verstärkt wird das Ganze noch durch die kalte und dunkle Jahreszeit, die eh stark aufs Gemüt drückt. Jeder trägt Verantwortung und hat in seinem Umfeld die Möglichkeit, dazu beizutragen, dass möglichst viele gut durch diese Zeit kommen. Geduld und Akzeptanz sind jetzt gefragt, denn es ist für alle eine schwierige Situation. Und wir als Hausärzte versuchen natürlich auch, unseren Teil dazu beizutragen, dass es bald wieder besser wird.

 

„Jeder Mensch hat Respekt verdient. Das gilt für Sie, liebe Leserin und lieber Leser, aber natürlich auch für alle anderen Menschen, mit denen Sie tagtäglich zu tun haben! Und wenn es – gerade momentan – mal nicht so schnell geht wie gewohnt, dann ist das eben so. Sie können sicher sein, dass das medizinische Personal aktuell überall sein Bestes gibt – in den Kliniken genauso wie in den Praxen. Aber es ist eben eine besondere Situation.

Vielleicht ist es eine gute Übung, gerade momentan und gerade, wenn es irgendwo mal ein bisschen hakt, besonders verständnisvoll und freundlich zu sein!“

Dr. Burkhard Jahn

Wofür ich stehe

  • Für eine ganzheitliche Medizin, die in Diagnostik und Therapie Körper und Seele berücksichtigt.
  • Für Ernährung als Teil der Therapie. Hippokrates hat gesagt: "Lass die Nahrung Teil der Medizin sein."
  • Für so wenig Medikamente wie möglich: Ohne Pharmaka geht es nicht; sie haben ihre Berechtigung in der Therapie. Aber, wir haben uns in der westlichen Medizin einen viel zu unkritischen Umgang mit Medikamenten angewöhnt. Jedes Medikament hat Nebenwirkungen, oft drastische. Und wahrscheinlich sind viele Krankheiten und Beschwerden auch durch Medikamente zumindest mit verursacht.
  • Für den Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffe, Spurenelemente und auch Aminosäuren. Aber vor jede Empfehlung von Vitalstoffen gehört die Diagnostik, d.h. die Bestimmung von Vitalstoffwerten im Blut.
  • Für Sport und Bewegung als Teil eines gesunden Körpers, eines gesunden Leben.
  • Für Freiheit: Neben der Medizin beschäftigt und fasziniert mich seit dreißig Jahren die Idee der Freiheit. Jeder Mensch hat das Recht, sein Leben nach seinem Wunsch zu gestalten. Ohne Bevormundung durch andere Menschen oder den Staat. Verbote sehe ich kritisch. Sie müssen immer gut begründet sein und es muss -aus meiner Sicht- immer derjenige begründen, der Freiheit beschränkt.
    Auch das Arzt-Patienten-Verhältnis interpretiere ich freiheitlich: Ich bin nur der Ratgeber. Ob ein Patient meinem Rat folgt, bleibt ihm überlassen. Für die Idee der Freiheit engagieren ich mich auch gesellschaftlich.

Ich bin Mitglied in:

  • Deutscher Hausärzteverband
  • Deutsche Adipositas-Gesellschaft
  • Deutsche Hochdruckliga
  • Deutsche Gesellschaft für Anti-Aging und Präventionsmedizin
  • Arbeitsgemeinschaft Diabetologie Wilhelmshaven-Friesland (ADWF)

Vita

Geboren in Hannover
1967
Studium
Marburg und Kiel mit Auslandsaufenthalt in Sheffield (England)
1988
Approbation als Arzt
1995
Medizinische Weiterbildung
Innerer Medizin, Chirurgie und Allgemeinmedizin
1995
Niederlassung als Hausarzt
2002
Zusatzqualifikationen
Diabetologie, Ernährungsmedizin, Hypertensiologie, Orthomolekulare Medizin (Medizin der Vitamine und Mineralstoffe) sowie Stress und Burn-Out
ab 2002
Erster Fernsehauftritt
Sendung NDR-Visite
2009
Veröffentlichung meines ersten Buches
Das dicke Ende
2015
Veröffentlichung meines zweiten Buches
Der gesunde Mensch
2020

Meine Bücher

In meinem Buch „Der gesunde Mensch“ zeige ich auf, welche Krankmacher unser Leben bedrohen und was es bei Gesundheitsuntersuchungen zu beachten gilt, um einen exakten Überblick über die eigene Gesundheit zu erhalten.

Darüber hinaus beschreibe ich die drei Fundamente für ein gesundes und langes Leben. Schließlich enthält das Buch eine Reihe von Rezepten, die gesund sind, ausschließlich aus natürlichen Lebensmitteln bestehen und leicht nach zu kochen sind.

Zucker, Stress, Alkohol, Rauchen oder Bewegungsmangel, die bei vielen Menschen wie selbstverständlich zum Alltag gehören, beschleunigen das Altern und erhöhen das Risiko für Krankheiten. Dass Körper und Seele gepflegt werden wollen, wird vielen erst klar, wenn sie ernsthaft krank werden.

Wer glaubt, Übergewicht hätte nur mit Ernährung und Disziplin zu tun, irrt. Der Mensch besteht aus Körper und Seele und der gute Arzt behandelt immer beides!

In meinem Buch „Das dicke Ende“ bespreche ich alle wichtigen Facetten des Übergewichts, ich gehe auf den Zusammenhang von Körper und Seele ein, erörtere die tägliche, für die Betroffenen oft quälende Ausgrenzung in Freizeit und Beruf und beschreibe schließlich den Weg zu einem dauerhaft schlanken Körper.

Selbstverständlich wird dabei auch die Ernährung behandelt, wobei ich für low-carb (wenig Kohlenhydrate) stehe. In der Ernärung gilt:

Wer abnehmen will, muss essen, wer hungert, nimmt zu!

In dem Buch "12 Impulse für eine starke Persönlichkeit" beleuchten 12 Autoren bzw. Experten alles, was für die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit wichtig ist.

In einem Kapitel geht es darum, wie man seine eigene Körpersprache optimal einsetzt, in einem anderen wird erklärt, welche Rolle die Stimme spielt und wie man sie trainieren kann, damit man so wahrgenommen wird, wie man es möchte, wieder in einem anderen wird beschrieben, wie man sich positiv in den verschiedenen Medien präsentiert.

Ich bespreche in meinem Kapitel „Du bist, was du isst“, wie man sich im Alltag so ernährt, dass man mit Power und guter Stimmung seine täglichen Aufgaben erledigen kann. Dabei erkläre ich, warum Zucker kein Munter-, sondern ein Müdemacher ist, woran man Industriemüll erkennt, welche Öle gut und welche schlecht sind, was die Kraft der Pflanzen (in unserer Ernährung) ausmacht, wie man gut snacken kann, wie viel man trinken sollte und was für eine wichtige Rolle unser Darm für unsere Gesundheit und für unser Wohlbefinden spielt.

The art of aging

Ein langes Leben in körperlicher und geistiger Gesundheit. Das ist ein Wunsch, den viele Zeitgenossen haben. Und, viele Menschen erreichen das heute. Das eigentliche Ziel aller medizinischen Tätigkeit liegt ebenfalls darin: Den Patienten zu ermöglichen, alt zu werden und das in einem guten Zustand. Die Therapie von Bluthochdruck, Diabetes, Herzschwäche, Stimmungsschwankungen oder gar Depression  sind immer nur vordergründig der Gegenstand der Behandlung. In Wahrheit steht die Frage nach einem möglichst langen Leben in Freude und (geistiger wie körperlicher) Fitness im Zentrum.

Dafür hat sich der Begriff Anti-Aging-Medizin etabliert. In Deutschland gibt es sogar eine Fachgesellschaft, die sich diesem Thema wissenschaftlich und in der Vermittlung praktischen Wissens verschrieben hat: Deutsche Gesellschaft für Anti-Aging-Medizin (GSAAM – German Society of anti-aging-medicine).

Das Thema gesundes Altern umfasst genau genommen aber viel mehr als nur die Behandlung von Krankheiten. Zunächst sollte man sich darüber klar sein, dass es immer um die Behandlung des ganzen Menschen geht. Ich verwende deshalb gerne den Begriff ganzheitliche Medizin: Der Mensch ist nur dann gesund und kann nur dann gesund alt werden, wenn Körper und Seele gesund sind. Aber auch unser Körper hat mehrere Facetten: Haut, Organe, Knochen, Darm und so weiter. Der Begriff ganzheitlich ist also auch berechtigt, wenn man die Seele ausblendet und sich nur auf den Körper einlässt. Es ist niemals nur das Herz krank, die Leber oder der Darm.

Wer also gesund alt werden möchte, muss sich ganz in den Focus nehmen. Seinen gesamten Körper. Und die Seele natürlich auch.

Die Basis gesunden Alterns sind:

  • Eine gute und natürliche Ernährung.
  • Sport, möglichst mehrmals pro Woche.
  • Eine ausgewogene seelische Verfassung.

An genau diesen drei Punkten lauern in unserer modernen Gesellschaft jedoch die Fallstricke, die vielen auf dem Weg zu einem langen Leben in Gesundheit und Fitness einen Strich durch die Rechnung machen. Das sind:

  • Ein Massenangebot an schnell zubereitetem und überall verfügbaren Essen mit vielen billigen und krankheitsfördernden Bestandteilen.
  • Bewegungsarmut.
  • Stress.

In meiner täglichen Arbeit erlebe ich, dass sich viele Menschen etwas vor machen. Sie glauben, sich im Alltag genügend zu bewegen und sich gut und ausgewogen zu ernähren. Wer gesund alt werden möchte, sollte als erstes ehrlich zu sich selber sein. Ein kritisch nachfragender Arzt kann dabei helfen.

Neben der reinen Schulmedizin, die nur Krankheiten behandelt, gibt es heute eine Reihe von Möglichkeiten, wie Medizin Sie möglichst optimal auf Ihrem Weg zu einem langen Leben in körperlicher und geistiger Gesundheit begleiten kann. Dazu zählen:

  • Vitamin- und Mineralstoffdiagnostik (ist Ihr Organismus wirklich optimal mit allen wesentlichen Vitalstoffen versorgt?)
  • Darmdiagnostik (in unserem Darm leben mehrere Billionen Bakterien. Eher gesundheitsfördernde und eher krankheitsfördernde. Zudem sitzt etwa 80% unseres Immunsystems in unserem Darm. Und schließlich hat unser Darm eine Art Siebfunktion und reguliert, was aus unserer Nahrung in unseren Körper gelangt und was in die Toilettenschüssel. Über unseren Stuhl lässt sich unsere Darmfunktion ziemlich gut analysieren und dann –ggfs.- mit u.a. lebenden Darmbakterien gezielt behandeln.)
  • Hormonanalyse (natürlich hängt die Geschwindigkeit, in der wir altern, ganz wesentlich von unseren Hormonen ab. Dabei spielt ein ganzes Orchester von Hormonen eine Rolle. Durchaus nicht nur die Geschlechtshormone, sondern auch Stresshormone, Schlafhormon usw.. Eine gezielte Hormondiagnostik und danach die Behandlung mit Hormonvorstufen wie bestimmte Aminosäuren, oder in einigen Fällen auch mit so genannten bioidentischen Hormonen kann durchaus Sinn haben).

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Ernährung und Übergewicht

Seit etwa 15 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Übergewicht und Ernährung. Dazu gekommen bin ich durch meine Frau, für die Diäten und das Achten auf Gewicht seit ihrer Kindheit eine wesentliche Rolle spielen.

„Lass die Nahrung Teil der Medizin sein“ (Hippokrates); worauf kommt es dabei an:

  • Kohlenhydrate sind die Dickmacher, Zucker ist dabei der Dickmacher schlechthin.
  • Wer abnehmen will, muss essen. Dabei bauen Eiweiße unsere Muskeln auf und unsere Muskeln verbrennen wiederum Körperfett. Einfach ungesättigte und Omega-3-Fette sind gesund, sorgen für Elastizität unserer Blutgefäße und halten uns geistig fit. Auch gesättigte Fette, die beispielsweise in Butter, Käse und Fleisch enthalten sind, sind wesentlich besser als ihr Ruf.
  • Nur gehärtete Fette, wie sie zum Beispiel in billigem Gebäck, billiger Schokolade oder Margarine vorkommen, sind zu meiden.
  • Vitamin kommt vita. Das heißt Leben. Vitamine sind unser Lebenselixier. Obst und Gemüse enthalten reichlich davon. Aber man kann es drehen und wenden wie man will: Vielen Deutschen,genau genommen den meisten, fehlen Vitamine (und Mineralstoffe). Man kann Vitamine (und Mineralstoffe) im Blut messen. Genau das gehört zu jeder seriösen Diagnostik dazu.
  • Die Ergänzung mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ist oft sinnvoll und es ist immer wiederverblüffend, wie vorher müde und stimmungslabile Menschen auf einmal unter der Vitamintherapie regelrecht aufblühen.

Die Ernährung spielt in der Behandlung von dicken Menschen eine wichtige Rolle, aber keineswegs die einzige. Immer wieder erlebe ich, dass Übergewichtige sehr schnell verstehen, welche Nahrung sie dick macht, sie haben auch Disziplin, aber dennoch keinen Erfolg. Dann liegt der Grund in der Seele. Das mag für den einen oder anderen unbequem sein, ist aber schlicht wahr.

Und genau deshalb braucht die Behandlung von Übergewicht in vielen Fällen einen ganzheitlichen Ansatz, der neben der Ernährung auch heraus bekommt, wo die Ursache (oder die Ursachen) in der Seele, der Psyche, liegt bzw. liegen. Helfen können eine Gesprächstherapie oder die Hypnose. Es muss natürlich dann auch beides behandelt werden, der Körper (über Ernährung und Sport) und die Seele (wieder Gesprächstherapie, Mentaltraining, Hypnose).

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